Erhöhung der Grundsteuer 2022

Im Rahmen einer Nachtragshaushaltssatzung hat der Marktgemeinderat eine Erhöhung der Grundsteuerhebesätze ab dem Jahr 2022 beschlossen. Es gelten folgende Hebesätze:

  • Grundsteuer A (landwirtschaftliche und unbebaute Grundstücke) 450 v.H.
    (bisher 310 v.H.)
  • Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) 450 v.H.
    (bisher 330 v.H.)

Im September werden aus diesem Grund neue Grundsteuerbescheide vom Markt Heroldsberg verschickt. Der Bescheid wird an die Person geschickt, die am 01.01.2022 Eigentümer des Grundstücks war. Dies bedeutet, dass Sie auch dann einen Grundsteuerbescheid erhalten, wenn Sie ein Grundstück nach dem 01.01.2022 verkauft haben, da Sie trotz des Verkaufs noch für das gesamte Kalenderjahr Steuerschuldner sind (§ 9 Abs. 1 Grundsteuergesetz).

Die Grundsteuer wird berechnet, indem der Grundsteuermessbetrag (wird vom Finanzamt festgesetzt) mit dem Hebesatz multipliziert wird. Der im Bescheid ausgewiesene Zugangsbetrag bei der Grundsteuer wird wie folgt berechnet:
Beispielgrundstück Grundsteuer B

Die Grundsteuer ist grundsächlich in vierteljährlichen Raten zur Zahlung fällig. Nachdem bei den Fälligkeiten 15.02., 15.05. und 15.08. noch die Grundsteuer nach dem niedrigeren Hebesatz fällig war, wird mit der Fälligkeit 15.11. einmalig auch die Nachzahlung für die vorausgegangenen Fälligkeiten erhoben.
Aus dem vorgenannten Beispiel ergeben sich folgende Fälligkeiten:

Ab dem Jahr 2023 erfolgt dann die Abbuchung wieder wie gewohnt in gleichmäßigen vierteljährlichen Beträgen. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Grundsteuerbescheiden um Dauerbescheide handelt. Das bedeutet, dass Sie nicht jedes Jahr einen neuen Bescheid bekommen, sondern der im September verschickte Bescheid so lange gilt, bis er geändert wird.
Wenn Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, buchen wir die Beträge in der richtigen Höhe automatisch zur Fälligkeit von Ihrem Konto ab.

Markt Heroldsberg
Fachbereich Recht, Finanzen und Liegenschaften

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